Dr. Alfred Rhomberg, Chemiker, Künstler und Publizist

 

geb. 1936, Hannover

 

Mittelschule: 1946 -1954 Innsbruck (Bundesrealschule)

Studium: Chemie, Nebenfächer: Mineralogie, Philosophie, Psychologie an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, prom. 1963

 

Pharmaforschung 1963 - 1965 als Hochschulassistent an der Universität Innsbruck, 1965-1966 Royal Dutch Shell, 1966 -1994 Pharmaforschung bei Boehringer Mannheim GmbH (heute Roche Diagnostics)

 

1996 Rückkehr nach Igls

 

Iglerstraße 47/13
6080 Igls

 

DIVERSES

 

Ich kenne kein perfektes Ordnungssystem - gleichgültig, ob frau/man Fotos (Dias), Bücher, Schallplatten/CD’s oder – eben: Bilder sammelt bzw. katalogisieren will. Manche schwören auf physische Foto-Ordner – das ist am Anfang nicht problematisch: Fotos lassen sich chronologisch, nach Ereignissen (Urlaub) oder abgebildeten Personen (Kinderfotos, Freunde etc.) ordnen. Nach einigen Jahren beginnen Foto-Ordner ihre Schwächen zu zeigen. Erstens müsste das Ordnungssystem anlog zur Mengenlehre gemeinsame „Schnittmengen“ erlauben (was in Ordnern mit eingeklebten Fotos nicht möglich ist), denn mit den Jahren und „absolvierten“ Urlauben und Ereignissen vermischen sich Freunde, Kinder und Landschaften, sodass stets in mehreren Ordner gesucht werden muss. Zweitens nimmt der Umfang an Foto-Ordnern in einem Maße zu, dass sie für Kinder und Enkelkinder später praktisch nicht „vererbbar“ sind, obwohl sich Kinder später gerne an Ereignisse erinnern, an denen sie selbst teilgenommen haben.

 

Der einzige Ausweg ist es, Fotos „digitalisiert“ aufzubewahren (und gegebenenfalls zu vererben) – ein paar DVD’s verschwenden keinen Platz. Der Computer lässt spätere Umordnungen oder Mehrfachspeicherungen nach unterschiedlichen Merkmalen („Schnittmengen“) zu, die Speicherung bzw. Datensicherung auf externe Speicher sollte selbstverständlich sein.

 

Wie auch immer – stets gibt es zu katalogisierende Dinge die in kein bestimmtes Ordnungssystem passen, weil Ordnungssysteme im privaten oder beruflichen Gebrauch meist zu „früh“ angelegt werden, wenn frau/man noch gar nicht wissen kann, was auf sie/ihn zukommt – und dann gibt es sowohl bei physischen als auch virtuellen Ordnern keine andere Lösung als: „DIVERSES“, oft mit dem Zusatz „nicht anders zuordbar“ versehen.

 

Internetmagazine machen trotz einer gewissen Erfahrung des Autors bei der Konzeptphase keine Ausnahme. Bei meinem Kulturmagazin „Igler Reflexe“ war ein Grundkonzept von Anfang an gegeben (und muss trotzdem gelegentlich nachjustiert werden) – ein experimentelles Magazin wie die „Igler Experimente“ lassen zu Beginn kein sinnvolles Konzept zu, weil allein das „Experimentieren mit Kunst“ und die künstlerische eigene Weiterentwicklung ein für längere Zeit sinnvolles Konzept nicht zulässt. Diese Schwierigkeit wurde mir in den letzten Monaten immer bewusster, weil sich das Konzept der bisherigen „Editionen“ für neue Ideen als zunehmend unbrauchbarer erwies.

 

Anm.: Die zeitlich aneinander gereihten früheren "Editionen" des Magazins führten zu "Inkompatibilitäten", weil das Beschäftigen mit Kunst nicht mit "chronologisch" parallel einordbaren Entwicklungen vereinbar ist!.

 

Der Versuch, die „Igler Experimente“ in ein für mich im Augenblick schlüssiges Konzept umzusetzen, führt trotz aller Verbesserungsversuche auch hier wieder zu einem Ordner „DIVERSES“: „Diverses“ ist eben so praktisch, weil es die Einordnung von „Diversem“ erlaubt.

 

(23.9.2015)

 

 

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