Dr. Alfred Rhomberg, Chemiker, Künstler und Publizist

 

geb. 1936, Hannover

 

Mittelschule: 1946 -1954 Innsbruck (Bundesrealschule)

Studium: Chemie, Nebenfächer: Mineralogie, Philosophie, Psychologie an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, prom. 1963

 

Pharmaforschung 1963 - 1965 als Hochschulassistent an der Universität Innsbruck, 1965-1966 Royal Dutch Shell, 1966 -1994 Pharmaforschung bei Boehringer Mannheim GmbH (heute Roche Diagnostics)

 

1996 Rückkehr nach Igls

 

Iglerstraße 47/13
6080 Igls

 

Was ist Architektur?

 

 

Diese Frage beantworten zu wollen wäre Leichtsinn – jede Zeit hat ihre eigenen Vorstellungen von Architektur und innerhalb der einzelnen Zeitepochen gibt es  - zumindest in der neueren Geschichte, wiederum viele und ganz unterschiedliche Vorstellungen nebeneinander. An der Definition, "die Architektur sei das Betätigungsfeld der Architekten" ist zwar nicht zu rütteln – sofern man auch Baumeister einschließt – viel bringt diese Definition jedoch nicht.

 

Die Ansicht, Aufgabe der Baukunst sei, „ästhetische Bauwerke und Anlagen zu schaffen“, hat längst ausgedient, weil der Ästhetikbegriff äußerst subjektiv ist und in unserer Zeit immer „subjektiver“ wird. Niemand hat früher die Renaissance Bauwerke eines Brunelleschi, Michelangelo oder diejenigen niederländischer Baumeistern in Burgund in Frage gestellt, sie entsprangen einer ästhetischen Tradition, die einerseits ihre Wurzeln im klassischen Schönheitsbegriff der Antike aufweist, andererseits dem breiten Geschmack der jeweiligen Zeit entsprachen und zudem nicht von modernen Kriterien wie Kosten, Zweckmäßigkeit, gesetzlichen Vorschriften und den sich ständig ändernden Kunstentwicklungen unserer Zeit eingeengt waren. Auch eine Städtebauplanung wie diejenige eines George-Eugène Hausmann, bei der ein wichtiges Viertel von Paris unter Abriss alter Bauten umgestaltet wurde, war nur in einer Monarchie (Napoleon III) möglich, ebenso wie die Anlage bzw. Gestaltung der Wiener Ringstraße in einem demokratisch regierten Land kaum möglich gewesen wäre.

 

Der Begriff Architektur beruht heute auf einem nicht zuletzt auch ideologisch geprägten Wertesystem, in welchem „Ästhetik“ im traditionellen Sinn am Ende aller Auswahlkriterien steht und die Gestaltung öffentlicher Gebäude (Bürohäuser, Krankenhäuser, Museen, Wohnbezirke etc.) durch „Ausschreibungen“ bzw. Beurteilung durch Gremien zustande kommt.

 

Der Autor der „Igler Experimente“ ist heute froh, nicht seiner ursprünglichen Absicht, Architektur zu studieren, gefolgt zu sein. Die hier präsentierten Bilder mussten nur seinen augenblicklichen Launen folgen und sind im Grunde nur Spielereien mit architektonischen Elementen.

 

Anm.: Der unten präsentierten „Skizze“ (Apokalypse) liegt der Gedanke der Vergänglichkeit moderner „Glasarchitektur“ zu Grunde – das Bild wurde ausschließlich mit den Mitteln eines Computergrafikprogramms (ohne Trickfilter) angefertigt.

 

(13.4.2015)

 

 
Apokalypse - © Alfred Rhomberg

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