Dr. Alfred Rhomberg, Chemiker, Künstler und Publizist

 

geb. 1936, Hannover

 

Mittelschule: 1946 -1954 Innsbruck (Bundesrealschule)

Studium: Chemie, Nebenfächer: Mineralogie, Philosophie, Psychologie an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, prom. 1963

 

Pharmaforschung 1963 - 1965 als Hochschulassistent an der Universität Innsbruck, 1965-1966 Royal Dutch Shell, 1966 -1994 Pharmaforschung bei Boehringer Mannheim GmbH (heute Roche Diagnostics)

 

1996 Rückkehr nach Igls

 

Iglerstraße 47/13
6080 Igls

ISO 31

 

ISO 31 - © Alfred Rhomberg (Acryl)

 

 

 

ISO 31

 

Als Naturwissenschaftler war ich auf ISO-Normen und SI-Einheiten angewiesen, als Künstler warte ich nur noch darauf, bis es auch „Kunstnormen“ gibt - die es durch Kunsthochschulen, moderne Kunsthistorik und dem etablierten Kunstmarkt inzwischen - wenn auch nicht verbindlich, bereits zu geben scheint. Durch zu viele Normen werden wir langsam zu Surrogaten dessen, was freie Individuen sein könnten(1).

 

ISO als „International Organization for Standardarization“ entspricht als Idee der viel älteren deutsch ausgerichteten DIN Norm (Deutsches Institut für Normung). Während DIN Normen eher auf freiwilliger Basis beruhen, gelten ISO-Normen als „verbindlich“. Die ISO 31 regelt z.B. die wissenschaftliche Darstellung wissenschaftlicher Einheiten (Zahlen und Messeinheiten) und enthält auch die sogenannten SI-Einheiten (Système International d’unités). Und dann gibt es ja noch die Vorschriften der EU über die Krümmung von Gurken und Bananen oder die Größe von Äpfeln, wegen der in einer Zeit in welcher große Teile der Welt hungern, Unmengen an potentiellen Lebensmitteln vernichtet werden (oder zumindest nicht in den Handel kommen).

 

Das Eingangsbild symbolisiert die Angst vor dem ISO-genormten Mensch, wobei ich natürlich nicht weiß, ob das vorgestellte Bild nicht bereits einer – allerdings nicht angestrebten, allenfalls unbewussten Kunstnorm entspricht.

 

(9.11.2013)

 

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(1) Surrogat 

 

 

 

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